Bergbaugeschichte

Der Bergbau in Endorf und Umgebung

Lange ist es her, dass in Sundern Berbau betrieben wurde. Und doch ist es eine Geschichte, die ihre Spuren bis in die heutige Zeit hinterlassen hat.
Der aufmerksame Wanderer sieht an vielen Orten in Sundern Bergau-Geschichte. Wer sich aber für die „Chronik des vorindustriellen Erzbergbaus und der Metallgewinnung in Sundern“ interessiert, der kann das gleichnamige Buch bei der Stadt Sundern im Bürgerbüro erwerben. Sehr interessant ist aber sicher die Bergbaugeschichte rund um Hagen, die auf der eigenen Internetseite ausführlich beschrieben wird.

Hans-Georg Kleiner und Friedrich Rockelsberg forschten mit vielen weiteren Bergaufreunden in Sundern nach Überbleibseln des Bergbaus in Sundern. In Bönkhausen wurden sie fündig, aber auch in Gehren und Endorfer-Hütte entdeckten sie immer wieder neue Zeugnisse der Vergangenheit.

Bei ihrern Forschungsgängen nach alten Stollen und Schächten mussten sich die Freunde oft durch dichtes Unterholz oder durch engen Fichtenschonungen zwängen, um zum Ziel zu gelangen. Doch oft hatten sie Glück und wieder ein Pingenzug oder wenigstens einen Ansatz eines Stollenmundloches gefunden. So fanden sie auch den „Neuen Stollen“ (Churfürst-Ernst-Stollen) im Klingelsiepen zu Bönkhausen, der unter Denkmalschutz gestellt wurde, aber seit 1994 wegen ansteigendem Wasserstand nicht mehr begehbar ist. Aus diesem Grund ist er durch eine starke Gittertür gesichert. Fledermäuse können ungehindert hinein, aber eine Begehung durch Besucher ist in dem jetztigen Zustand nicht mehr zu verantworten.

Heute zeigt er sich in verwilderter Schönheit. Die Trockenmauern sind bemost und bewachsen, jedoch langsam dem Verfall preisgegeben. Es fehlen die freiwilligen Helfer, die hier mit anfassen um immer wieder nötige Reparatur- und Sicherheitsarbeiten durchzuführen. Bei entsprechendem Einsatz wäre es sogar möglich, den wirklich sehenswerten Stollen wieder begehbar zu machen. Wer gern mit anfassen möchte, kann sich jederzeit beim Heimatverein Endorf melden. Der „Neue Stollen“, auch Churfürst Ernst Stollen ist mit seinen 566 Metern der längste in dem stark mit Bergbaustollen durchzogenen Stenmecke. (Der Berg wird auch „Steinmücke“ genannt).