Endorf

Ein idyllischer Ferienort im Naturpark Homert

Bahnstation Neheim-Hüsten mit Busverbindungen. Eine Ortschaft mit heimatverbundenen und selbstbewussten Menschen, die aus ihrer Geschichte heraus stolz sind auf ihr Fleckchen Erde. Zu der seit 1191 existierenden Ortschaft gehören auch die Nebendörfer Recklinghausen, Brenschede, Kloster Brunnen, Röhrenspring, Gehren, Endorferhütte und Bönkhausen. Idyllischer Ferienort im Naturpark Homert mit großem Wander- und Rundwanderwegenetz. Früher hauptsächlich durch Landwirtschaft geprägt, heute hat sich dafür Industrie, Handel, Handwerk und Holzverarbeitung angesiedelt. Verfügt z.T. auch in Nebenorten über Bergwerkstollen,Tretbecken, Reithalle und Reitplatz, Sportplatz, Tennisplätze, Turnhalle, Kinderspielplätze und Grillplätze. Gemietet werden kann die Mühlscheidhütte.
Sehenswert ist das Heimat- und Jagdmuseum „Alte Schmitte“, ein ehemaliges Fabrikgebäude, in dem Besucher ein Einblick in die Welt des Sauerländischen Bergbaus geboten wird. Der Erzbergbau hatte im 18. Jahrhundert seine Hochzeit. Abzulesen ist diese Zeit weiterhin an einem alten Spieker, in dem sich das Kontor für den Bergbau befand, und in der wunderschönen Natur, in der Spuren des Bergbaus, wie Stolleneingänge, sichtbar sind. Seit 2004 gibt es einen speziellen Bergbauwanderweg, für den auch Führungen möglich sind.

Um die Geschichte und die heutigen Belange kümmert sich der Heimatverein. Aber auch alle anderen Vereine und Parteien sind eng mit Endorf verbunden.

1991 feierte die Gemeinde Endorf ihr 800-jähriges Bestehen. In der Endorfer Chronik:“Endorf, Geschichte einer Landgemeinde im Sauerland“ hat Frau Dr. Maria Rörig die Geschichte Endorfs und der Dörfer Recklinghausen, Brenschede, Klosterbrunnen, Röhrenspring, Gehren, Endorferhütte und Bönkhausen zusammengefasst. Mit freundlicher Genehmigung dürfen wir hier einige Passagen aus dem Buch zitieren.

Erklärungen zum obigen Bild, das ebenfalls aus der Endorfer Chronik stammt, nach Frau Maria Röhrig:
Das alte Endorf lag auf der Talsohle des Waldbachs, der, von rechts (Endorferhütte) herkommend, l km unterhalb des Dorfes in die Röhre mündete. Eine bebuschte Querlinie im Hintergrund gibt den Verlauf des Röhrtals an. Vom Dorf her läuft die Brenscheder Straße auf sie zu, die dann rechts um den Hüttenberg herum das Röhrtal aufwärts ins Gebirge führt. Diese Luftaufnahme lässt altes und neues Siedlungsgebiet deutlich erkennen. Während im 19. Jh. zunächst das Dorf selbst mit Neubauten aufgefüllt wurde, schoben sich um die Jahrhundertwende einzelne Höfe am Dorfrand in die Feldflur vor. Nach dem 2. Weltkrieg entstanden die geschlossenen Neusiedlungsgebiete: rechts im Seitentälchen das Baugebiet Sierpke mit Hüttenberg und Ennest, links im Sched das Baugebiet Huxenweg und unter dem Dorf Schlotmanns Wiese (Roseneck).

Zwischen Huxenweg und Roseneck ist in jüngster Zeit der Stemberg als Baugebiet ausgewiesen und besiedelt worden. Im unteren Waldbachtal sieht man die ersten Fabrikhallen. Hier entsteht das Gewerbegebiet des Dorfes. Die mittelalterliche Eisenhütte lag am oberen Ende der Unter- und Oberdorf trennenden Wiese. In diesem Bereich ist auch das kurfürstliche Berghaus anzusetzen. Die von Bönkhausen kommende Straße im Vordergrund und der anschließende Weg zur Ennest durchschneiden das ehemalige Gewerbegebiet des Dorfes.